Georg Philipp Friedrich von Hardenberg wurde am 2. Mai 1772 auf dem Gut seiner Eltern in Oberwiederstedt geboren.

 

Als sein Vater im Jahre 1784 zum Direktor der Salinen Artern, Kösen und Dürrenberg ernannt wurde, war dies mit der Auflage verbunden, seinen “beständigen Wohnsitz” in der Nähe von Dürrenberg zu nehmen.

Durch die günstige Lage zwischen Kösen und Dürrenberg schien Weißenfels ein ge- eigneter Wohnsitz für die Familie Hardenberg zu sein.

 

So erwarb Heinrich Ulrich Erasmus von Hardenberg (1738 – 1814) im Frühjahr 1786 das “Haus am Kloster 94”.

Bald darauf übersiedelte die Familie, und damit auch der junge Friedrich, von Oberwiederstedt in die Saalestadt Weißenfels, das somit zum Zentrum des Lebenskreises und Schaffens Friedrich von Hardenbergs wurde.

 

Hier wuchs er zum jungen Mann heran, kehrte als Schüler und Student immer wieder in sein Elternhaus zurück, das zugleich Sitz der kursächsischen Salinen- direktion war.

Nach dem Jurastudium wurde er als Assessor bei den Salinen angestellt und nahm nach Abschluß seines Bergbau- studiums in Freiberg an der ersten umfang- reichen geologischen Landeserkundung Kursachsens teil.

 

Bekannt wurde Friedrich von Hardenberg jedoch nicht durch seine Leistungen als Geologe und Erkunder der Braunkohlenvorkommen in unserer Region, sondern als bedeutender Dichter der Deutschen Frühromantik.

 

Als er zu Ostern 1798 seine Fragmentensammlung “Blüthenstaub” für die Zeitschrift “Athenaeum” herausgab, stellte er sich unter dem Pseudonym Novalis, der Neuland Bestellende, vor.

Fragmente waren Novalis stets wichtiger als fertige Kunstprodukte, das Werden interessierte ihn mehr als das Sein.

Auch sein Hauptwerk “Heinrich von Ofterdingen” sollte ein Fragment bleiben, denn er verstarb bereits am 25. März 1801 im Alter von nur knapp 29 Jahren.

 

Heute erinnert eine Büste im nahegelegenen Stadtpark in Weißenfels an den bedeutendsten Dichter der Stadt.